PROJEKTEINBLICKE
Ansichten und Planunterlagen
Ort
Hamburg
Gebäudetyp
Wohngebäude
Maßnahme
Anbau
Aufgabenstellung
Zusätzlichen Raum schaffen und den Anbau statisch, konstruktiv und bauphysikalisch sauber mit dem Bestand verbinden.
Leistungen
Bestandsprüfung · Tragwerksplanung und Statik · Wärmeschutz · Anschlussdetails
Projektbeschreibung
Anbau planen – Statik, Wärmeschutz und sichere Anschlüsse
Ein Anbau schafft zusätzlichen Raum und stellt besondere Anforderungen an die Verbindung zum bestehenden Gebäude. Eine sorgfältige Planung stimmt Tragwerk, Wärmedämmung und Feuchteschutz aufeinander ab.
Bestand und Tragfähigkeit prüfen
Vorhandene Pläne, Baustoffe und der Zustand des Gebäudes bilden die Grundlage der statischen Untersuchung. Dabei wird geprüft, wie sich der Anbau und mögliche Wanddurchbrüche auf tragende und aussteifende Bauteile auswirken.
Fundamente und Lastabtragung bemessen
Die Lasten aus Dach, Decken und Wänden sowie aus Wind und Schnee müssen sicher in den Baugrund abgeleitet werden. Neue Fundamente und gegebenenfalls betroffene Bestandsfundamente werden darauf abgestimmt. Unterschiedliche Setzungen zwischen Altbau und Anbau sind dabei zu berücksichtigen.
Durchbrüche und Verbindungen planen
Für neue Zugänge werden erforderliche Träger, Stützen und Auflager bemessen. Ebenso wird festgelegt, wie der Anbau mit dem Bestand verbunden oder durch eine geeignete Bewegungsfuge getrennt wird. Während der Bauarbeiten können vorübergehende Abstützungen erforderlich sein.
Wärmebrücken reduzieren
An Übergängen zwischen Altbau und Anbau, an Dach- und Bodenanschlüssen sowie an Fenstern, Türen und tragenden Bauteilen können erhöhte Wärmeverluste entstehen. Diese Wärmebrücken – umgangssprachlich auch „Kältebrücken“ genannt – werden durch abgestimmte Anschlussdetails möglichst reduziert. Das schützt vor kalten Innenoberflächen, Tauwasser und Schimmelbildung.
Wärmedämmung bedarfsgerecht auslegen
Die Dämmung von Außenwänden, Dach und Boden wird auf die Nutzung des Anbaus abgestimmt. Entscheidend sind geeignete Dämmstoffe und eine möglichst durchgängige Dämmebene. Bei einer unbeheizten Garage steht insbesondere die thermische Trennung zu beheizten Wohnräumen im Mittelpunkt.
Luftdichtheit und Feuchteschutz sicherstellen
Luftdichte Anschlüsse, geeignete Abdichtungen und eine zuverlässige Dachentwässerung schützen die Konstruktion vor Feuchtigkeit. Besonders sorgfältig werden die Übergänge zum bestehenden Gebäude sowie die erdberührten Bauteile geplant.
Kurz gesagt: Der Anbau muss tragen, trocken bleiben und zum Bestand passen. Dann wird aus zusätzlicher Fläche dauerhaft guter Raum.